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E-Shisha: Nicht so harmlos, wie sie riecht

Die Wasserpfeife und ihr elektronischer Namensvetter, die E-Shisha, erfreuen sich großer Beliebtheit bei Jugendlichen.

Wenn man an das Rauchen denkt, dann meistens an Zigaretten, Zigarillos und Zigarren. Gerade Jugendliche zeigen sich jedoch häufig begeistert von blinkenden, blubbernden, leuchtenden, dampfenden, süß und fruchtig schmeckenden Rauchprodukten, wie der Wasserpfeife oder der E-Shisha. Durch sie wird das Rauchen auch für Nichtraucher- Innen attraktiver. Dabei sind sich die wenigsten der möglichen Gefahren und Konsequenzen bewusst und erachten den Konsum dieser Produkte teilweise sogar als nicht gesundheitsschädlich Wenn man an das Rauchen denkt, dann meistens an Zigaretten, Zigarillos und Zigarren. Gerade Jugendliche zeigen sich jedoch häufig begeistert von blinkenden, blubbernden, leuchtenden, dampfenden, süß und fruchtig schmeckenden Rauchprodukten, wie der Wasserpfeife oder der E-Shisha. Durch sie wird das Rauchen auch für Nichtraucher- Innen attraktiver. Dabei sind sich die wenigsten der möglichen Gefahren und Konsequenzen bewusst und erachten den Konsum dieser Produkte teilweise sogar als nicht gesundheitsschädlich.  

Wasserpfeife rauchen und chillen

Die Wasserpfeife (Shisha) ist bei Jugendlichen sehr populär. Eine vom Bundesministerium für Gesundheit erhobene Studie zeigt, dass bei den 18-Jährigen bereits die Hälfte schon eine Wasserpfeife ausprobiert hat, davon jede/r Siebte jedoch noch nie eine Zigarette geraucht hat. Das zeigt, dass auch „eigentliche NichtraucherInnen“ sich vom „gemeinsamen Blubbern“ begeistern lassen. Gerade der soziale Aspekt spielt bei der Wasserpfeife eine große Rolle: Man chillt gemeinsam, zieht nacheinander am Schlauch und teilt sich die Wasserpfeife für etwa eine Stunde. Da der Rauch durch das Wasser gekühlt wird, ist die Wasserpfeife angenehmer zu rauchen. Deshalb denken auch viele KonsumentInnen, dass die Wasserpfeife gesünder sei als Zigaretten. Tatsächlich inhaliert man tiefer, raucht länger und im Wasserpfeifen- Tabak ist Nikotin enthalten, weshalb auch Wasserpfeifen ein hohes Suchtpotential haben. Zudem wird der Tabak durch glühende Kohle erhitzt, was für die Konsument- Innen eine hohe Kohlenmonoxid- Belastung bedeutet. 

Wasserpfeife to go

Besonders populär sind elektronische Zigaretten, diese werden oft als E-Shisha, e-Hookah oder Wasserpfeife- to-go vermarktet. Auch in Vorarlberg gibt es einige Händler für solche Produkte. Im Gegensatz zur klassischen Wasserpfeife enthalten diese keinen Tabak, sondern eine Flüssigkeit, die elektrisch erhitzt und zum Verdampfen gebracht wird. Dieser weiße Dampf wird von den KonsumentInnen inhaliert oder gepafft. Wie auch bei der Wasserpfeife sorgen künstliche Aromen für Geschmäcker wie Piña Colada, Apfel, Erdbeere oder Vanille. Die machen das Produkt auch für Jüngere attraktiv. Obwohl hier kein Tabak im Spiel ist, sind diese Geräte doch bedenklich. Sie werden häufig in Asien produziert und für die KonsumentInnen ist die Zusammensetzung der Liquids nicht immer nachvollziehbar. Sie wissen also meistens nicht genau, was sie da eigentlich einatmen. 

Leicht zu bekommen

Im Vorarlberger Jugendgesetz ist geregelt, dass Jugendliche unter 16 Jahren Tabakwaren nicht käuflich erwerben dürfen. Da die E-Shishas keinen Tabak enthalten, bewegen sie sich in einer rechtlichen Grauzone. Mittlerweile gibt es jedoch österreichweit immer mehr Trafikanten, die sich eine freiwillige Selbstbeschränkung auferlegen und keine E-Shishas mehr an unter 16-Jährige verkaufen. „Anlass war eine Mittelschule in Niederösterreich, die Beschwerde eingereicht hat, weil immer mehr Schüler- Innen auf dem Pausenhof E-Shisha geraucht haben. Wir vom Bundesgremium der Trafikanten nehmen unsere Verantwortung ernst und haben uns umgehend der Thematik angenommen“, erklärt Bundesgremialobmann Peter Trinkl. Die langfristigen Ziele sind für ihn, „E-Shishas mit Zigaretten gleichzustellen und auch eine gesetzliche Regelung dafür zu finden“. Eine wichtige weitere Bezugsquelle sollte man jedoch nicht vergessen: Das Internet. Ohne Angabe des Alters können nikotinfreie, aber auch nikotinhaltige Produkte, wie die E-Zigarette, bestellt werden. Auf diesen Websites werden deren Vorteile, wie überall bequem und legal rauchen und das Fehlen von Nikotin und Teer, hervorgehoben. Auf die tatsächlichen Inhaltsstoffe wird in der Regel nicht eingegangen. Bei Wasserpfeifentabak gibt es eine klare Regelung: Dieser darf in Österreich nicht online verkauft werden, aber natürlich kann der Tabak auch über nicht-österreichische Websites bezogen werden. Ab Mai 2016 gilt in Räumen, in denen das Rauchen verboten ist, auch ein Verbot für E-Shishas und E-Zigaretten.

Das Rauchen antrainieren

Jugendliche sind neugierig, lieben das Experimentieren und Ausprobieren. Es ist ganz klar, dass ein süß riechendes, rauchendes und leuchtendes Produkt Aufmerksamkeit auf sich zieht und zum Ausprobieren einlädt. Ob klassische Wasserpfeife oder elektronische Variante, mit beiden wird das Rauchen trainiert. Die Jugendlichen werden schon in jungen Jahren ans Rauchen herangeführt, der Sprung zur Zigarette ist dann nicht mehr weit. „Früher waren es Kaugummi- oder Schokolade-Zigaretten, heute sind es Wasserpfeifen und EShishas, die die Jugend faszinieren. Ich bin ein Gegner von Produkten, die das Rauchen verharmlosen und als etwas Kindgerechtes erscheinen lassen. Die Aufgabe, mit Jugendlichen über die Faszination und eventuelle Risiken zu sprechen, ist für Bezugspersonen die gleiche geblieben“, erklärt SUPRO-Nikotinexperte Mag. Martin Onder abschließend.