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Spielzeugfreies Konzept

Projektidee für den Kindergarten in Vorarlberg.

Die meisten Kinder haben weit mehr Spielzeug, als sie brauchen und nutzen können. Weil Überfluss zumeist die Wertschätzung vermindert und viel zu wenig Raum für Kreativität bleibt, fassen immer mehr Kindergartenteams den Entschluss, das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ durchzuführen. Während der spielzeugfreien Zeit, welche insgesamt etwa drei Monate dauert, geht es darum, ohne vorgefertigte Spielsachen auszukommen. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Einzelnen verstärkt auf sich selbst, die Mitmenschen, den eigenen Körper und die Natur gerichtet. So wird ein völlig neuer Spiel- und Erfahrungsraum geschaffen, in dem Kinder ihre eigenen Fähigkeiten, Grenzen und Möglichkeiten besser kennenlernen sowie ganz neue Seiten an sich selber entdecken können.

Darüber hinaus entsteht mehr Raum für Kreativität, kreative Menschen wiederum können besser mit Stress, Problemen und Konflikten umgehen, weil ihnen ein breiteres Spektrum an Handlungsmöglichkeiten zur Problemlösung zur Verfügung steht.

 

„Spielzeugfrei“ in drei Phasen

Das Konzept „Spielzeugfreier Kindergarten“ läuft in drei Phasen gegliedert ab. Während der 1. Phase, die ca. drei Wochen lang dauert, wird das Spielzeug schrittweise reduziert. Weiterhin zur freien Verfügung stehen lediglich Polster, Decken, Möbel, Bastel- und Naturmaterialien. Damit wird automatisch mehr Raum für Bewegung, Kreativität und Einfallsreichtum geschaffen.

Für die Dauer der 2. Phase wird sieben Wochen lang nicht nur bewusst auf vorgefertigtes Spielzeug verzichtet, sondern auch auf einen durchstrukturierten Tagesablauf. Die Kinder sollen selbst bestimmen dürfen, womit und mit wem sie spielen möchten und lernen so neue Spielsituationen und auch neue Seiten an sich selber kennen.

Die 3. Phase beinhaltet den zwei Wochen dauernden, schrittweisen Spielzeugaufbau, der gemeinsam mit den Kindern von statten geht. Wieder eingeräumt werden nach Ablauf der Aktion deutlich weniger Spielsachen als zuvor im Gebrauch waren. Die spielzeugfreie Zeit wirkt sich auch im Anschluss positiv und nachhaltig auf das Spielverhalten der Kinder aus.

 

Soziales Lernen

Bedingt durch das „Zuviel“, welches uns alle, folglich auch unsere Kinder tagtäglich umgibt, wird oft der Blick für das Wesentliche verstellt. Aktionen wie der „Spielzeugfreie Kindergarten“ schaffen nicht nur mehr Raum für Kreativität, es werden viele, (lebens)wichtige Fähigkeiten in den Vordergrund gerückt. Auf andere zugehen, Absprachen treffen und einhalten, Zeit und Raum für sich selber haben, Rücksicht auf andere nehmen: all das sind Kompetenzen, die das Fundament für eine starke Persönlichkeit mitbegründen und die Fähigkeit, konstruktiv mit Frustration umzugehen, verbessern.

 

Bei Fragen oder Interesse wenden Sie sich bitte an Marlene Hronek oder Fabienne Lunardi: info@supro.at oder 05523 / 549 41

 

Konzept: http://www.spielzeugfreierkindergarten.de/fr_konzept.html

Materialdienst: http://materialdienst.aj-bayern.de/index.php?cPath=76_122