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Hilfe! Mein Kind kifft.

Ruhe bewahren, Panik vermeiden

Ihre Verunsicherung und ihre Sorge sind verständlich. Dennoch ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Dramatisierungen, Schuldzuweisungen oder gar Drohungen schaffen nicht das vertrauensvolle Klima, das gerade jetzt hilfreich ist.

Informationen einholen
Damit Sie die Situation realistisch einschätzen können, brauchen Sie selbst sachliche Informationen. Drogenberatungsstellen bieten hier wertvolle Unterstützung, dort kann jeder Fall einzeln betrachtet werden. Wer Jugendlichen gegenüber falsche, verzerrte oder übertriebene Informationen verwendet, macht sich unglaubwürdig und wird als Gesprächspartner nicht ernst genommen.

Gespräch suchen und zuhören
Suchen Sie einen geeigneten Zeitpunkt für ein Gespräch und erklären Sie Ihrem Kind, dass und warum Sie sich Sorgen machen. Nehmen Sie sich Zeit, denn Probleme lassen sich nicht so schnell „zwischen Tür und Angel“ ausräumen. Beschreiben Sie die Veränderungen, die Sie bemerkt haben und sprechen Sie die gesundheitlichen und rechtlichen Folgen des Cannabiskonsums an. Im Mittelpunkt dieser Diskussion sollten Ihr Kind und sein Befinden bzw. Ihre Ängste und Sorgen sein.

Interesse zeigen, Rückhalt geben
Hören Sie Ihrem Kind zu und zeigen Sie Interesse an seiner Lebenswelt, seinen Ansichten, ohne sofort zu werten und zu verurteilen. Eine stabile Grundlage des gegenseitigen Respekts und Vertrauens bietet Halt.

Klare Haltung vertreten
Äußern Sie Ihre Grundhaltung zu Cannabis und begründen Sie, warum Sie nicht wollen, dass Ihr Kind Cannabis konsumiert.

Unterstützung suchen
Wir bzw. die Beratungstellen Clean der Stiftung Maria Ebene stehen sowohl Jugendlichen als auch Eltern und anderen Bezugspersonen von Jugendlichen (z.B. LehrerInnen) gerne zur Verfügung, wenn es darum geht, Situationen, Herausforderungen und Krisen rund um das Thema Substanzkonsum richtig einzuschätzen bzw. die eventuell notwendigen nächsten Schritte zu setzen.

Melden Sie sich bei uns für ein unverbindliches Erstgespräch. Dies können sie selbstverständlich auch anonym machen. Alle Angaben werden vertraulich behandelt!

Unsere Broschüre "Mit Jugendlichen über Cannabis reden" bietet noch viele weitere Tipps.