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E-Zigarette: Gesunde Alternative?

„Gesund rauchen, ohne süchtig zu sein“, „bares Geld sparen“ oder „Rauchen im Nichtraucher*innenbereich“ - mit Slogans wie diesen wird für E-Zigaretten geworben. Gibt es den unbedenklichen Rauchgenuss wirklich?

Gerne wird die E-Zigarette als Möglichkeit für den Rauchausstieg gesehen. Vor allem Raucher*innen, die mit dem eigenen Rauchverhalten unzufrieden sind oder aus gesundheitlichen Gründen etwas verändern wollen, überlegen auf die E-Zigarette umzusteigen. Es mag zwar sein, dass E-Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten für ehemalige, langjährige Raucher weniger schädlich und somit die bessere Wahl sind – doch stellen sie zugleich eine große Gefahr für junge Menschen und Nichtrauchende dar. Sie werden überhaupt erst durch die Verharmlosung der E-Zigaretten mit dem Rauchen bzw. Dampfen anfangen und im Falle der Nichtrauchenden plötzlich ungewollt zu Passivdampfern.

Beim herkömmlichen Rauchen einer Zigarette entstehen die krebserregenden Stoffe in der Glutzone der Zigarette, die circa 900 Grad heiß ist. Das fällt zwar bei der E-Zigarette weg, trotzdem gibt es deswegen kein „gesundes Rauchen“. Das Problem ist, dass man sich die Gewohnheit nicht abgewöhnt – die Sucht bleibt erhalten. Das Suchtpotential von Nikotin ist vergleichbar mit dem von Heroin. Für die Lunge scheint es zwar besser, man raucht eher E-Zigaretten als herkömmliche Tabakprodukte. Das ist aber weder ein Idealzustand noch empfehlenswert da E-Zigaretten trotzdem das süchtig machende Nikotin enthalten können.

Außerdem werden die elektronischen Produkte, wie E-Zigaretten und E-Shishas immer beliebter bei Kindern und Jugendlichen. Bunt gestaltet, mit Beleuchtung und in unterschiedlichen fruchtig-süßen Geschmacksrichtungen erhältlich, spricht sie gerade Kinder und Jugendliche an. Das Funktionsprinzip beider Produkte ist einfach:  Die Produkte stimulieren das Rauchen mit technischen Mitteln, ohne dabei Tabak zu verbrennen. Der Rauch der E-Zigarette ist eine verdampfte Flüssigkeit (Liquid), die oft Nikotin und verschiedene Aromastoffe enthält. Das aromatisierte Liquid (Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Banane, Apfel etc.) wird über ein batteriebetriebenes Heizmodul verdampft, das Aerosol wird dann inhaliert.

Die Liquids in E-Shishas und E-Zigaretten werden außerhalb Europas hergestellt und die genaue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist oft nicht angegeben. Untersuchungen zu gesundheitlichen Risiken haben gezeigt, dass neben Glycerin und Wasser Propylenglykol den Hauptbestandteil der Liquids darstellt. Propylenglykol kann Reizungen der Augen und des Rachens auslösen. In machen Liquids wurde Nikotin nachgewiesen, obwohl es als „nikotinfrei“ deklariert wurde.

Nicht vergessen sollte man, dass Kinder und Jugendliche mit den E-Produkten das Rauchen üben und ein späterer Griff zur Zigarette dadurch wahrscheinlicher wird. E-Produkte mit, aber auch ohne Nikotin fallen unter das Jugendschutzgesetz und sind somit für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.